Ein spektakulärer Fund begeistert derzeit Wissenschaftler und Archäologen weltweit: In der Nähe von Jakutsk im Osten Russlands wurde ein 18.000 Jahre alter Welpe entdeckt – unglaublich gut erhalten im sibirischen Permafrost. Das prähistorische Tier, liebevoll „Dogor“ genannt, was auf Jakutisch „Freund“ bedeutet, gibt der Forschung nun völlig neue Einblicke in die Evolution von Hunden und Wölfen.
Eine Zeitkapsel aus dem Eis: Dogor fasziniert Forscher
Dogor wurde in einem vereisten Schlammloch gefunden, und das in einem nahezu perfekten Zustand: Fell, Schnurrhaare, Wimpern, Nase und sogar die Zähne sind vollständig erhalten. Für ein Tier, das vor 18.000 Jahren lebte, ist das eine absolute Seltenheit – und ein sensationeller Glücksfall für die Wissenschaft.

Der Welpe war laut Untersuchungen etwa acht Wochen alt, als er starb. Er sieht aus, als würde er nur schlafen – ein Anblick, der sowohl rührt als auch fasziniert.
Hund oder Wolf? Die genetische Analyse läuft
Eine der spannendsten Fragen rund um Dogor: Handelt es sich um einen frühen Hund, einen Wolf oder eine bisher unbekannte Übergangsform? Die DNA-Analyse läuft aktuell auf Hochtouren. Erste Tests deuten darauf hin, dass Dogor genetische Merkmale beider Arten aufweist – was ihn zu einem möglichen „Missing Link“ zwischen wilden Wölfen und domestizierten Hunden machen könnte.
Sollte sich diese Vermutung bestätigen, würde Dogor einen wichtigen Puzzlestein in der Geschichte der Mensch-Tier-Beziehung darstellen.
Dogor im Museum – ein Star der Urzeit
Der junge Eiszeit-Welpe befindet sich nun im Museum der Nördlichen Welt in Jakutsk. Dort wird er nicht nur erforscht, sondern auch der Öffentlichkeit zugänglich gemacht – und zieht Besucher aus aller Welt an.
Neben Dogor haben auch andere Funde aus dem sibirischen Permafrost – darunter Mammuts, Nashörner und Höhlenlöwen – in den letzten Jahren für Schlagzeilen gesorgt. Die Region gilt als einer der bedeutendsten Fundorte für prächtig konservierte Fossilien der letzten Eiszeit.
Das Eis birgt noch viele Geheimnisse
Der Fund von Dogor zeigt eindrucksvoll, welches Potenzial im ewigen Eis Sibiriens steckt. Mit dem fortschreitenden Klimawandel und der schmelzenden Permafrostschicht könnten in Zukunft noch weitere sensationelle Entdeckungen gemacht werden – vielleicht sogar Hinweise auf das Leben der ersten Menschen und ihrer tierischen Gefährten.
Fazit: Der 18.000 Jahre alte Welpe „Dogor“ ist weit mehr als nur ein spektakulärer Fund – er öffnet ein Fenster in eine Zeit, in der Mensch und Tier erstmals gemeinsame Wege gingen. Ein wahres Wunder aus dem Eis, das Wissenschaft und Öffentlichkeit gleichermaßen bewegt.